Wandern in Alpen (Niederrhein)

Alpen am Niederrhein, kein Ort den man spontan mit Wandern in Verbindung bringen würde. So dachte ich jedenfalls bisher.
Auf dem Wanderblog Wanderwegewelt bin ich auf eine historische Wanderung gestoßen. Dort ist Jürgen einer alten Wanderbeschreibung gefolgt und hat diese Wanderung dokumentiert.
Also bin ich diese Wanderung nachgelaufen.

Start der Wanderung: Parkplatz Im Dahlacker, 46519 Alpen
Länge der Runde: 15,6 km
Höhenmeter: 145 hm

Nach dem Start am Parkplatz, an dem es einen schönen Brunnen gibt, geht es als erstes in die Leucht. Die Leucht ist ein 1.200 ha großes Naturschutzgebiet. Entgegen der Wanderung von Wanderwegewelt habe ich die Runde in der Leucht etwas weiter gezogen und bin diverse schmale Pfade gelaufen.
Nach etwas mehr als 4 km habe ich das Naturschutzgebiet wieder verlassen und die nächste Station war das Gestüt Alpen. Dort fällt die Ruine des ehemaligen Herrschaftshaus ins Auge.
Nun muss man die B58 überqueren und gelangt dann zum Mühlenweg. Nachdem man kurz danach Richtung Wald abbiegt, kommt man am Waldkindergarten vorbei und direkt daneben liegt das Atelierhaus einer Künstlergemeinschaft. Es folgt der Abstieg durch ein schönes Tal. Wenn man beim Abstieg nach links schaut, erkennt man zwischen den Bäumen den Turm einer ehemaligen Windmühle.
In der Talsohle geht es dann nach Links und kurz danach bin ich wieder Links abgebogen um einen Aufstieg hoch zum Mühlenweg zu nehmen. Oben muss man sich dann rechts halten und nach 300 m wieder Rechts abzubiegen. Über diesen Abstieg gelangt man zum Rastplatz mit Schutzdächern am Fuße des Kastellhügel. Dort kann man wunderbar verweilen bevor es dann über hölzerne Treppen den Aufstieg zum ehemaligen Kastell in Angriff nimmt.
Auf dem Plateau ist natürlich nichts mehr vom Kastell zu sehen. Vielmehr befindet sich dort nun ein MTB-Parcour.
Steil bergab geht es nun wieder und dann biegt man links ab um am Waldrand entlang zu wandern.
Zwischen 2 Häusern führt die Strecke dann zur Ulrichstraße. Jetzt wieder links halten und die nächste Gelegenheit rechts abbiegen auf die B57. Glücklicherweise ist dort sehr wenig Verkehr, denn einen Radweg gibt es dort nicht.
Ab Ulrichstraße ist die Runde nicht mehr wirklich schön. Ich werde die Runde noch einmal erwandern, aber versuchen eine bessere Route zu finden die den nördlichen Teil der Runde auslässt und verkürzt zurück nach Alpen führt.
Nun denn, erstmal ging es weiter über die B57 vorbei an einer tollen Reithalle und die Bahn überquerend.
Ein kleines Highlight findet man dann noch direkt an der Straße. Dort stehen bei einem Anhängerhändler ein paar historische Maschinen.
Kurz danach biegt man rechts ab und kommt zum Haus Loo. Dort befinden sich auch mehrere Felder mit Rollrasen.
Am Römerweg angekommen hält man sich wieder rechts und gelangt so zu B58. Dort wieder rechts halten Richtung Alpen.
Nun kommt man am weltweit bekannten Landmaschinenhersteller Lemken vorbei.
Bevor man wieder in den Ort kommt, liegt links der Straße die Motte der ehemaligen Burg Alpen. Leider war sie nicht begehbar, denn dort finden umfangreiche Arbeiten statt. Die Motte ist sehr schön im Video zu sehen da ich dort kurz die Mavic Mini in die Luft gelassen habe.
In Alpen angekommen kann man noch die evangelische und katholische Kirche bewundern und gelangt dann nach 15,6 km wieder an den Parkplatz.

Fazit zur Wanderung:
Alpen überrascht auf der ersten Hälfte der Runde mit viel Natur und tollen Wegen. Highlights sind die Leucht und das Gebiet rund um das Kastell.
Ab der Ulrichstraße ist die Wegführung sehr asphaltlastig. Im Sommer zudem sicher sehr warm, weil Schatten dort so gut wie nicht vorhanden sein wird.
Sobald man den Ort Alpen wieder erreicht hat, ist es auch wieder interessanter. Da gibt es auch mehr als nur die zwei Kirchen zu bewundern.
Und wie geschrieben, ich werde eine verkürzte Runde ausarbeiten und diese dann hier auf den Blog stellen.
Trotz der Nachteile auf der zweiten Hälfte, lohnt es sich aber dennoch diese Wanderung zu unternehmen.
Viel Spaß dabei 🙂

Hier das Video zur Wanderung:

Die Strecke bei Komoot:

Bei Strava:

Bei Garmin Connect:

3 Gedanken zu „Wandern in Alpen (Niederrhein)

  • 20. April 2020 um 15:36
    Permalink

    Vielen Dank für das verlinken, Dirk.

    So ist das nun einmal mit den historischen Wegen. 1963 war der Weg, der nun entlang der Straße führt, möglicherweise nicht einmal asphaltiert. Dennoch versuche ich möglichst nah am Original zu bleiben. Zudem frage ich mich dann manchmal wie und was der Autor damals sah. Spannend fand ich auch das beschäftigen mit dem damaligen Wegepunkt „Jugendburg“. In diesem speziellen Fall war nur der Abschnitt um Haus Loo herum nicht so zu wandern wir damals.

    Mit dem umliegenden Rundwanderwegen sollte eine reizvollere Rückkehr nach Alpen möglich sein.

    Viele Grüße
    Jürgen

    Antwort
    • 20. April 2020 um 15:52
      Permalink

      Hallo Jürgen,
      soll ja auch keine Kritik an dir sein. Klar kann es vorkommen das frühere Feldwege mittlerweile Straßen sind.
      Ich wollte aber dennoch darauf hinweisen, das der 2. Teil nicht so schön zu laufen ist.
      Demnächst mache ich mal eine etwas andere Runde auf der 2. Hälfte und alles ist gut 🙂
      Von der Jugendburg habe ich durch deine Wanderung zum ersten Mal erfahren und entsprechend gegoogelt. Sehr interessant, auch deswegen weil auch Pläne existieren diese neu aufzubauen. Was wohl nicht passieren wird, aber die Idee ist reizvoll.

      Klar ist auch, das wenn ich die Tour umplane, es eine andere sein wird als deine historische Runde. Ist aber auch eine andere Intention von mir.
      Mir schwebt vor etwas mehr Leucht mit hinein zu nehmen (da habe ich ja jetzt auch schon mehr gelaufen als in deiner Runde) und eben ab Ulrichstraße Richtung Alpen zu verkürzen. Länge sollte ungefähr gleich bleiben da die meisten eh nicht weiter als maximal 15 km wandern.

      Übrigens toller Blog bei dir. So umfangreich schaffe ich leider zeitlich nicht. Mir persönlich liegen lange Wanderungen mehr als kurze Runden. Diese nehme ich aber ab und an auch mit auf meinen Blog, da die wenigsten 30 km und mehr am Stück laufen.

      Gruß Dirk

      Antwort
      • 22. April 2020 um 16:27
        Permalink

        Hallo Dirk,

        keine Sorge, das habe ich auch nicht als Kritik verstandern. Ich schreibe ja selber das dieses Stück hart ist. Aber immerhin gibt es ja den Anhängerverleih mit seinen alten Wagen und dem Känguruh.
        In der Leucht kann man ja sogar bis Kloster Kamp kommen. Am Baerlagshof vorbei.

        Hin und wieder suche ich mir auch die langen Routen raus. Baldeneysteig komplett, oder rund um Ratingen, Langefeld, Kupferdreh und ähnliches. Für den Blog mach ich daraus dann aber Etappen.

        Viele Grüße
        Jürgen

        Antwort

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